Die rosa Pille und die Ziele

Die rosa Pille und die Ziele

Ich war vor ein paar Wochen, weil ich halt so neugierig bin, auf einem Workshop zum Thema "Dein guter Start ins Neue Jahr 2018". Kann ja nie schaden und natürlich in Verbindung mit Kinesiologie, wie kann es anders sein 😉

 

Meine Ziele für 2018 hab ich schon so ziemlich klar vor Augen gehabt, so wie schon 2017 und 2016 und ..... Nur das mit dem Erreichen, das stand auf einem ganz anderen Papier. Irgendwie war immer eine Spur von Druck dabei, wenn ich nur an meine "neuen" Ziele dachte. Nicht, dass mir andere Stress gemacht hätten, nein, ich selbst war es. Meine Glaubensmuster, meine Denkmuster, meine Worte mir selbst gegenüber zu dem Thema, das ich gerne in die Welt bringen möchte. Da hatte ich einen Knoten im System.   

Das erste Ziel, erfolgreich erreicht.

Locker, leicht und flockig durchs Leben rauschen, kann ich mittlerweile wunderbar, fast perfekt auf Knopfdruck. Jeden Tag fröhlich, gut gelaunt und positiv an die Tagesaufgaben herangehen, das war einige Zeit mein größtes Ziel. Ohne großartiges Gejammer, ob der Wahnsinnsbelastung durch Kinder, Hund, Huhn und Katze, Ehemann, Schildkröten und Teilzeitarbeit, den Tag gut leben. Das Ziel habe ich gut erreicht. Nicht täglich perfekt, aber immer wieder bin ich aufgestanden mit neuem Mut, mit neuer Motivation, mit dem Gedanken, ich habe es in der Hand, wie es mir geht. Auf geht´s Petra, neuer Tag, neues Glück, lass dich nicht unterkriegen. 

 

Das war nicht immer so. Es gab vor einigen Jahren noch Zeiten, da war der Griff zur  rosa Pille näher als ihr glaubt. Eine depressive Phase hat die nächste abgelöst. Beim "In schwarze tiefe Löcher tappen" hätte ich den Weltcup gewonnen. War das jemals ich? Ich kann es heute kaum glauben. Ich sag's ja, glaubt niemals alles, auch  nicht unbedingt was ihr über euch glaubt. Das kann manchmal ziemlich trügerisch sein. Heute bin ich eher diejenige, die mit meiner optimistischen Sichtweise einigen gehörig auf den Senkel geht. Das hat  nichts mit Schönreden zu tun, eher mit lösungsorientierten Denken.

 

Ziel, das nächste, aber was konkret?

Ein Ziel gut erreicht, aber was nun, das kann es nicht gewesen sein? Die Kinder sind außer Haus, ergo muss eine andere sinnvolle Aufgabe her. Aber was, die Auswahl ist groß. Einiges ist ins Hintertreffen geraten die letzten Jahre, von meinen Träumen und Wünschen. Da gibt es eine Menge was ich MAL gerne tun würde. Doch was will ich in Zukunft als Beruf machen? Möglichst etwas wo mein Herz dafür brennt und wo ich Geld verdiene um mich ein klein wenig unabhängiger von meinem Mann zu machen. Am besten vielleicht Online Business. Das hört sich toll an, nichts als schöne Bilder, lockere Arbeitstage, Strand inklusive, und der Rubel rollt. Also mal hier, mal da schauen, den einen oder anderen Kurs gebucht und schon war ich vollends verwirrt. Wahhhhhh, alles so toll was da draußen geboten wird. Nie und nimmer kann ich da mithalten, ich glaube ich muss mein Ding nochmal genau überdenken. Denken alleine bringt halt gar nichts und Ziele klar und konkret formulierend dann auch noch easy umsetzten, no way 😬

 

Keine Ahnung wie andere das machen.

 

Nägel mit Köpfen müssen her, und zwar zackig

Gott sei Dank war Jahresanfang. Mein Ausbilder, Klaus Wienert, bietet im Licht-Gesundheit- Energie-Zentrum im Januar immer einen Workshop "Der gute Start ins neue Jahr" an. Viel Gutes habe ich darüber schon gehört, also gleich mal buchen, bevor der letzte Platz weg ist, so wie letztes Jahr.

 

In dem Workshop war es angesagt seine Ziele konkret aufs Papier zu bringen, auch für mich. Da ist mir erst so richtig aufgefallen, wie viele Ziele ich habe und Bitteschön auch gestern schon erfolgreich erreicht haben will. Beim besten Willen, völlig irreal.    

 

Was auch spannend war, einiges worauf ich meinen Fokus gerichtet hatte, zeigte laut kinesiologischen Muskeltest Energieverlust an. Gespürt, gewusst habe ich das schon irgendwie, ich konnte es nur nie richtig glauben, betraf es doch eine Tätigkeit die ich eigentlich gerne tue. Glaubte ich, an der Oberfläche.

 

Wie war das nochmal mit dem Selbstglauben?

 

Nach dem Workshop, wie vor dem Workshop?

Wie es halt gerne so ist, nach Workshops. Man geht hoch motiviert nach Hause, setzt ein paar Tage um und plötzlich hat einen, so mir nichts, dir nichts, der Alltag wieder. Nichts hat sich verändert, alles läuft weiter wie bisher. Glaubte ich. Eigentlich sollte ich es mittlerweile besser wissen, wie das so läuft mit mir. Das ich manchmal ein klein wenig ungeduldig bin.Alle guten Ideen und Vorsätze schon vorgestern fest ins Leben integriert, wie übermorgen. 😉

 

Und Schwups ist sie da, die Veränderung. Genauso heimlich eingeschlichen, wie mich der Alltag, still und leise und trotzdem mit aller Wucht, oft einholt. 

 

Auf einmal läuft mein Tag gleich nach dem Aufstehen anders, so wie ich es mir vorgestellt habe. Aufgefallen ist es mir durch eine ganz winzige Geste von mir (bitte nicht lachen, ihr da draußen😉).

 

Ich begrüße meinen Susihund und meine Katzen erst einmal, bevor ich auf den Weg zur Kaffeemaschine über sie drüber falle, so wie es die letzte Zeit die Regel war. Ich beiße mich nicht mehr, gleich am Morgen, fast überlebenswichtig, an meinem Smartphone fest um irgendwo noch mehr neue Impulse und Ideen einzusammeln. Ich habe alles was ich brauche, um mein Ziel zu erreichen. Ich muss nicht noch mehr in mich reinstopfen, ich muss nur mal auf das schauen, was schon da ist.  

 

Mein Haus ist aufgeräumt, in Ordnung und (fast) geputzt. Die liegengebliebene Post erledigt, Überweisungen da hingebracht wo sie hingehören, auf die Bank und nicht in die Schublade. Und das alles, obwohl es mir gar nicht bewusst aufgefallen ist, ohne dass es mir überhaupt richtig viel Mühe gemacht hätte. Es ist einfach passiert. Der Rhythmus, der noch da war als die Kinder im Haus waren, den hab ich einfach nicht mehr auf die Reihe gebracht, der hat sich wieder eingependelt. Eine gewisse Struktur, die gerade für so Chaosqueens wie mich wichtig ist. Nicht mehr nur auf morgen verschieben, weil ich hab ja Zeit, sondern umsetzten, was umzusetzen ist, um Freiraum für Neues zu schaffen. 

   😚

Was es mir noch gebracht hat?

Ich sehe mein Ziel, das von 2017, 2016, ...... nicht mehr NUR vor den Augen. Zum Greifen nah und doch so fern. Ich spüre es in meinem Herzen, aus meinem Innen heraus, mit jeder Zelle meines Körpers und darüber hinaus.

 

Früher kam es mir öfter so vor, als stünde jemand hinter mir und würde mich an einem Gummiband zurückhalten. Je mehr ich zu meinen Wünschen, Träumen, Ziele und Visionen hinwollte, desto mehr hat sich der Gummi gespannt. Dieses ungute Gefühl ist weg. 

 

Heute spüre ich meine Ziele IN mir, wie ein Magnet auf den ich zusteuern muss, will, gehen werde. Nicht auf Biegen und Brechen, mit Ellenbogen und über Leichen, sondern mit meiner ganzen, mir zur Verfügung  stehenden positiven Kraft. Und ich werde alles geben was ich geben kann. Alles.

 

Eure Petra❤️

 

PS: Hast du schon Erfahrungen mit Kinesiologie gemacht? Wenn ja, was hat sich für dich in deinem Leben verändert? Schreibe mir gerne einen Kommentar und wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich wenn du ihn ein bisschen in der Welt verbreitest :-).

 

PSS: Schau doch auch gerne mein Februar Angebot an.

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