Input Overkill - Output Stop

INPUT OVERKILL - OUTPUT STOP

Adventszeit, die letzten Tage im Jahr, was könnest du da noch erledigen? Vieles, noch mehr, eben alles was seit Januar liegengeblieben ist? 

 

Doch um was geht es genau? Was ist es was du erreichen, noch umsetzten willst, die letzten Tage im Jahr? 

 

Die meisten von uns wollen frei, unabhängig und erfolgreich sein. Ich schliesse mich da nicht aus. Doch wie sieht das genau aus, von was willst du frei sein? Von finanzieller Abhängigkeit, von gesellschaftliche Einschränkungen oder geht es mehr um die persönliche Entwicklung oder hängt alles irgendwie zusammen?

Wo ist der Anfang, wo ist das Ende?

Es gibt so ein paar Fragen, die mich das ganze Jahr über beschäftigt haben, auf die ich auch Antworten bekommen habe. Antworten die sich, im Moment, für mich stimmig anfühlen. Wie es morgen ausschaut weiß ich noch nicht, ich bin keine Hellseherin. Durch weiterlernen, weiter Erfahrungen sammeln kommen auch andere Antworten. Nicht weiter fragen, sich auf eine Antwort festlegen bis ans Lebensende bedeutet für mich Stillstand in jeder Hinsicht. 

  

1. Frage: Was ist der Sinn des Lebens?

An was machen wir den Sinn des Lebens fest? Für den einen ist es Erfolg im außen, auf der Bühne stehen, andere inspirieren, mitreißen, vorwärts bringen. Für andere arbeiten im normalen System, die einen mit Spaß und Freude, weil sie einfach ihren Traumberuf haben, sich darauf einlassen, die anderen auf biegen und brechen, bis zum totalen Zusammenbruch, weil dass schon immer so war und auch immer so bleiben wird, Punkt. Kann sowieso nicht lustig sein, weil wir müssen ja. Der Andere mag vielleicht ein Jahr in der Wüste wandern um zu sich selbst zu finden. Für eine Mama ist es Plätzchen backen mit ihren Kindern (am besten Zimtsterne, gibt hundertpro Schlachtfeld ), für eine Oma ist der größte Erfolg vielleicht, wenn ihre Enkel ihr mit gespannter Aufmerksamkeit beim Geschichte vorlesen zuhören. 

 

Möglicherweise finden wir auch Dinge sinnvoll die andere gemacht haben, die uns beeindrucken, die wir erstrebenswert finden und wir selbst noch nicht erreicht haben oder die uns schier unerreichbar erscheinen. Manche von euch wissen, ich bin Hospizbegleiterin im Ehrenamt. Ein ganz toller Mann, Maler, Schüler von Otto Dix, Weltreisender, in vielen Städten zuhause hat einmal zu mir gesagt, seine Reisen empfindet er am Ende seiner Tage wie eine Flucht und Angst vor Verbundenheit. Es war eine tolle Zeit, doch letztendlich war er heimatlos. Seine Heimat hat er erst durch seine Krankheit gefunden, in seinem Herzen. Also was definiere ich JETZT als Sinn des Lebens, was am Ende tatsächlich noch stimmt.

 

Ich glaube der Sinn des Lebens besteht zu erkennen, welche Möglichkeiten habe ich jetzt und wie kann ich am besten aus meinem bisher gelernten, jeden Tag aufs neue so starten, dass ich für die nächste Zeit glücklich bin. Ist glücklich sein nicht etwas was wir alle wollen, nicht nur für heute, sondern auf Dauer. Wir können nicht immer gleich hoch fliegen, auf der Glückswolke, aber wir können unseren Grundlevel für Glücksempfinden jederzeit erhöhen. Eine Grundvoraussetzung um Dinge mit mehr Freude und Leichtigkeit in Angriff zu nehmen.

 

Kann ich also den Sinn für das ganze Leben heute schon festschreiben?

 

Ja, wenn wir stehenbleiben, und nein, wenn wir uns immer weiter und weiter entwickeln, wir immer mutiger, beherzter und liebevoller mit uns selbst umgehen. 

 

Die 2. Frage die mich immer wieder in Stress versetzt hat?

Wo willst du in 3, 4, 5 Jahren stehen, was willst du erfolgreich erreicht haben.

 

Ich habe mich mit einem „Meister“ oder wie auch immer darüber unterhalten. Ich weiß ja, wie schnell uns ein Bein gestellt werden kann, wo wir genau da sind, wo wir immer denken, mir passiert so etwas nie und nimmer nicht. Blödsinn, irgendwann ist für jeden Ende, und wie die letzten Tage aussehen könnten, steht auch in den Sternen. Das Ende unserer Tage kommt unaufhaltsam, ob wir das prickelnd finden oder nicht spielt keine Rolle. Es ist zwar nach wie vor Tabu, ist aber nun mal Tatsache. Wie also könnte ich heute sagen, was ich in 5 Jahren erreicht haben möchte? Für die nächste Zeit ja, aber für die nächsten 3, 4, 5, Jahre? Entweder bin ich für diese Frage schon zu alt oder zu phantasielos. Du denkst dir jetzt vielleicht, wow, die ist ja deprimiert, die sieht ja schwarz an allen Ecken und Enden.

 

Nein gar nicht, eher das Gegenteil. Eben weil ich durch meine Begleitungen öfter mit dem Tot konfrontiert werde, sehe ich ihn nicht mehr als Feind, vor dem davonlaufen muss an, sonder viel mehr die guten Dinge die mir das Leben jetzt schenkt. Ich kann mich an Kleinigkeiten freuen, ich kann ausgelassen sein, ich kann sogar eine Krise haben und empfinde das nicht als endlos Drama an dem mich mich festhalten muss. Nee, dafür ist das Leben zu kurz. Lieber schieße ich mal wieder über das Ziel hinaus, als auf dem Sofa zu versauern.

 

Ach so, zurück zu meiner Erfolgs-Frage. Erfolg machen wir meisten im finanziellen Bereich fest, nicht in der persönlichen Weiterentwicklung. Was nützt mir aber ein Goldtalerbad, wenn die Taler kalt sind? Wenn ich mich Gesellschaftlichen Normen unterwerfen muss, wenn ich für meinen finanziellen Erfolg über Leichen, und wenn ich selbst die Leiche bin, gehen muss. Das kann es auch nicht sein. Lieber schmeiße ich mich in ein heißes Schaumbad, bin glücklich und zufrieden einfach so, will es schön ist, dass es mich gibt  und hab halt einen Taler weniger auf meinem Konto. Kann ich mich erfolgreich fühlen, kann ich überhaupt erfolgreich werden, auf Dauer, wenn ich nicht glücklich mit meinem Herzen verbunden bin.

 

Und was ist überhaupt erfolgreich, wie groß ist erfolgreich. Gibt es da eine Norm? Für einen arbeitslosen Familienvater könnte der größte Erfolg sein, endlich wieder eine Arbeit zu haben um seine Familie einigermaßen gut über die Runden zu bringen. Für eine Ehefrau möglicherweise die Scheidung von ihrem untreuen Ehemann, für einen Krebspatienten die erfolgreich überstandene Chemotherapie, für einen Menschen mit Burnout endlich wieder Licht am Horizont zu sehen, für einen Kleinunternehmer der Abschluss eines Bomben Auftrags, der in vor der Pleite rettet, für den Millionär die 10 Millionenmarke.

 

Mit Mainstream ist da nix, du musst nur, dann wird das auch, dass mit dem Erfolg, so wie ihn alle haben. Jeder hat ein anderes Umfeld, Umstände, andere Voraussetzungen, andere Gegebenheiten. Für jeden ist Erfolg individuell, was allerdings immer gleich ist, der Erfolg den wir in unserem inneren spüren, endlich eine Hürde geschafft zu haben. Das unbeschreibliche Glücksgefühl und wenn es noch so klein ist. Das zu halten, aus diesem Gefühl heraus für den nächsten Schritt bereit sein, dass findet in unserem Herzen statt. Das ist Arbeit die im inneren beginnt.

 

Wenn wir alles nur schlecht denken, reden, uns in jeder Hinsicht nur erfolglos sehen, kann nicht gutes entstehen. Wenn wir in diesem Tretminenfeld herumlaufen, wird’s schwierig mit Blümchen pflücken. 

 

Und jetzt zu meiner letzten Frage

Das ist aber mehr eine Frage an mich selbst. Sehr persönlich, trotzdem teile ich sie mit dir, vielleicht geht es dir da draußen auch manchmal so wie mir. Der INPUT-OVERKILL und Umsetztungsstop.

 

Der letzte Sommer war toll, ein Badetag nach dem anderen, trotzdem, MEIN Sommer war dass aber irgendwie nicht. Gar keine gravierenden Tiefschläge oder sonst was, einfach so, Überforderung auf der einen Seite, Unterforderung auf der anderen. Ich kenn mich ja schon ein bisschen länger, also weiß ich auch meine Muster. Ziemlich blöde, weil dass mit den Ausreden, Glaubensmustern hat bei mir, eben durch meine Ausbildung als Kinesiologin, nicht mehr wirklich halt. Wieviele Muster die mir im Laufe des Lebens anerzogen wurden, die ich mir selbst angezogen habe, habe ich schon abgelöst? Gefühlt ein Universum voll. Ich kann nicht weil, vergiss es Petra, vergiss es einfach ganz schnell, Ausreden. Du kannst jetzt endlich mal alles ganz alleine schaffen, war also mein glorreiches Motto für 2017 :-(

 

Mein Motto für 2017

Keine Fortbildungen, keine Weiterbildungen, keine Kurse oder sonst irgendetwas in der Richtung. Wann es genug ist ist es einfach genug. Das muss ich jetzt mal selbst gebacken bekommen. Was ich nicht bedacht habe, mir fehlt der Austausch mit anderen gleichtickenden Menschen, die gegenseitige Motivation. Das ist wie gute Freundinnen-Wochenende oder jeden Donnerstag Handarbeitstreffen.

 

Mich nur mit Menschen unterhalten, die Arbeiten für andere, für ihren Kontostand, als höchste Priorität im Leben ansehen, die aber immer jammern ob der Belastung, und doch immer ja sagen, wenn sie gerufen werden. Nee, dass kann es nicht sein. Wo ist denn da der Spaßfaktor? Das ist nicht böse gemeint gegen alle die ihr bestes für mich geben, ich verstehe nur manchmal ihre Aufopferung nicht so ganz. Ich kann auch arbeiten, sogar bis zum umfallen, ich will aber Spaß dabei haben, Freude an dem haben was ich tue und nicht weil ich muss, weil das halt so ist. Von einem Stress in den anderen fallen, oh wie fleißig bin ich denn, wenn ich mich so aufopfere für andere, beim aller besten Willen. Irgendwo sind schon Grenzen, oder sehe ich da was falsch. 

 

JAHAAA, ich weiß, das mit der perfekten Anpassung hat mit mir noch nie geklappt.

 

Also muss was anderes her, ich bau mir endlich mein lang erträumtes eigenes Business auf, wollte ich doch schon letztes, vorletztes Jahr, oder war es schon 2000 machen. Jetzt aber wirklich, mit Haut und Haaren, mit meinem ganzen Herzblut. Geht ja ganz easy, hab ich doch gelesen. In FB bin ich schon, also brauche ich das nur nutzen und schon gehts ab hier. Vorher brauche ich nur noch? Erst mal eine ansprechen Webseite, dann einen Email-Verteiler, dann einen Salesfunnel, den richtigen Content, die richtige Zielgruppe, die und die Technik und schon läuft das alles von alleine. Schau ich mal was ich im Netz-Nirwana finde, kann nicht so schwer sein. Himmel, da gibt es Angebote wie Sand am Meer, eins besser wie das andere oder doch nicht? Was denn nun, diese Strategie oder jene? Sollte ich diesen Marketing-Kurs buchen oder lieber den anderen? Spinnen die, ich kaufe doch kein Coaching mit allem drum und dran für NUR schlappe 10.000 Euro, im Supertages-Angebot, nur heute. Wow, wie bringt die ihr Ding rüber, so ansprechend, gefällt mir gut, will ich auch so haben. Nee, der macht das ja noch viel besser, oder, oder, oder. Ja was und wie denn nun. Von easy Leichtigkeit weit und breit keine Spur mehr. 

 

Meinem inneren Kritiker hab ich der Zeit die Türe sperrangelweit aufgehalten, bitte eintreten, die Lounge ist hergerichtet, nehmen sie Platz, entspannen sie sich, ihr gewünschter Drink kommt sofort. 

 

Das dass so leicht unlustig wird, habe ich mir nicht gedacht, in meinen Träumen war das irgendwie schöner, leichter, lockerflockiger. Mhhhhhh, was nun, im normalen Leben das Gefühl ich bin im falschen Film gelandet, am Business Marketing die Zähne ausgebissen, und auch noch die Technikhürde. Also als Technik-Nerd gehe ich in hundert Jahren nicht durch. 

 

Über kurz oder lang bin ich aus allem, FB inklusive ausgestiegen und in das normale Arbeitsleben wieder eingestiegen. Hier ein bisschen, da ein bisschen und dort ein wenig. Irgendwo muss die ja Kohle her. Bei mir hängt kein Spülkasten, wo ich einmal an der Kette ziehe und schon fließen die Goldtaler. 

 

Doof halt nur, wenn mann so wie ich, schon immer mehr auf dem „spirituellen“ Weg war und ist. Wo festgefahren in Strukturen, das tut mann so, so ist es halt, mich immer wieder an Mauern rennen lässt. Wo ich schon immer das Gefühl, die Gewissheit habe, Erfüllung finde ich nie im außen, sondern im inneren, in meinem Herzen. Das äußere zieht dann schon nach. Das ist wie mit der Büchse der Pandora, einmal auf, bringst du den Deckel nicht mehr drauf. 

 

Das Ende vom Lied, ich stopfte mich mit noch mehr Input voll, hab mich noch mehr verzettelt und hatte keine Energie mehr für das zu tun was ich gerne möchte.

 

Derweil könnte es soooooo leicht sein, mit ein paar Erkenntnissen, die ich ja weiß, die ich vor lauter ich muss noch mehr Wissen ansammeln, noch besser an mir arbeiten, total außer acht gelassen habe. 

 

Gehirnhälften verbinden

Hast du gewusst, das wir Erwachsenen, zu über 90% in der linken Gehirnhälfte denken, da wo unser Glaubensystem, Überleben, Detailwahrnehmung, Bewertung und unser Selbstbild angesiedelt ist. Wo Struktur, Angst, Zeitmangel, dominieren, wo wir nur noch analysieren und begrenzt wahrnehmen. Unsere rechte Gehirnhälfte lassen wir zum Teil auf nur 2% schrumpfen. Da wo wir kreativ sind, wo wir ungeahnte Möglichkeiten sehen. Die Seite wo wir unbegrenzt wahrnehmen, uns ohne Angst vor Bewertung ausdrücken, so wie wir sind. Wo wir uns dem Rhythmus des Lebens hingeben, wo wir uns ganzheitlich ausrichten. 

 

Erschreckend, nicht wahr? 

 

Ist es vielleicht das, was Erfolgreiche Menschen ausmacht? Sie denken in beiden Gehirnhälften? Sie setzten sich ein Ziel (links) und gehen kreativ (rechts) an die Sache heran, nehmen die unbegrenzten Möglichkeiten (rechts) wahr. Sie bewerten ihr Selbstbild nicht mit ihrem einschränkenden, perfektionistischem Glaubensystem (links), sondern reflektieren ohne Angst und Bewertung (rechts) sich selbst. Sehen Mauern nicht als Hürden (links) sondern als Möglichkeiten (rechts). 

 

Liebe herzliche Grüße 
Petra

 

PS.: Du willst mehr darüber wissen? Das mit rechter und linker Gehirnhälfte und was es damit auf sich hat. Schreibe mich gerne an 🙂

 

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