4.Dezember

Träumen Raum geben

Sonntag morgen, es eilt nichts, also noch 3 mal auf die Schlummertaste gedrückt. Kaffee kochen und wieder ab auf das Sofa. Ich mache gerade bei einer Challenge mit und öffne gleich mal meine Emails, schauen was ist die Aufgabe für heute. Die anderen Mails kurz überflogen, was kann gleich weg, was hebe ich mir für später auf, was soll noch beantwortet werden.

 

Jetzt aber mit der weiter mit der Challenge. Die Aufgabe für heute, seine Träume, Wünsche und Ziele für 2017 formulieren. Alles auf´s Papier bringen, am besten noch eine Collage dazu. Also sich erst mal darüber Gedanken machen. Was sind meine Träume, Wünsche und wo will ich hin, was will ich in Zukunft machen.

  

Oh Schreck!!!

3 Kaffee und 2 Stunden später die große Krise. Schon halb elf, immer noch im Schlafanzug und der Hund noch nicht gelüftet (zu Beruhigung, solange ich mich nicht bewege, mag meine Susi auch nicht runter vom Sofa). Jetzt aber Gas, so geht es ja nicht.

 

Mächtig schlechtes Gewissen

Was hätte ich in der Zeit alles tun können? Produktiv sein mit sofort sichtbarem Ergebnis. Von Visionsboard erstellen ist noch nie etwas effektives passiert. Wünsche sind toll, wir leben aber nicht im Wunschkonzert. Große Ziele? Träum weiter, träumen kannst du auch beim Fenster putzen, bügeln, aufräumen, ..........mit einem klar erkennbaren Ergebnis.

 

Wer sich zuerst bewegt hat verloren

Ich gehöre definitiv zu den Dauerverlierern :-( Sitzfleisch wurde mir nicht in die Wiege gelegt und kaum sitze ich doch mal, zb.: beim sticken auf meiner Hausbank, am Nachmittag, kommt der Spruch: "Hausfrau mit Tagesfreizeit, nix anderes zu tun?" oder ich sitze am Laptop und verschraube gerade wieder alles an meiner Website, "Wolltest du nicht deinen Speicher aufräumen?" Ich könnte die Liste endlos fortsetzten und es sind noch nicht mal nur die anderen, die diese Sprüche loslassen, oft bin ich es selber, in Gedanken. Verhaltensmuster die ich mir im Laufe des Lebens eingeprägt habe, immer wieder gehört, manchmal ernst gemeint, manchmal nur im Spaß dahin geplappert. Ein wunder Punkt, der mich sofort hochschnellen lässt. Irgendetwas tun, nur ja nicht sitzen. 

 

Künstler, Schriftsteller und viele andere

Es gibt Dinge im Leben die kann man nur sitzend machen. Große Künstler springen nicht alle 5 Minuten weg von ihrem Bild, würden Schriftsteller kein Sitzfleisch haben, hätten wir keine tollen Bücher zum lesen. Genauso bei einer kinesiologischen Balance, würde meine Kinesiologin immer wegspringen, na ja, ich weiß nicht ob ich da so glücklich wäre. Es gibt so viele Tätigkeiten wo einfach sitzen angesagt ist.

 

Genauso ist es mit to play (to do) Listen, Mindmaps, Collagen erstellen. Was sind Wünsche, Träume, Ziele die ich erreichen möchte. Auf Papier bringen, sich ganz bewusst machen, schwarz auf weiß. Das lässt uns dranbleiben an unserem Ding, macht den Kopf frei für weitere Ideen und geht nun mal nicht beim Auto putzen oder im Sportstudio.  

 

Groß träumen macht den Alltag bunter


Heute fällt es mir gar nicht leicht etwas zu Papier zu bringen, war ich doch den Vormittag auch nicht gerade ersichtlich Produktiv. Ich habe es mir aber schriftlich festgesetzt und ich will es nicht durchstreichen müssen, sondern ein Häckchen und Smilie dahinter setzten können.

 

Ich will nicht am Ende meines Lebens eine Liste mit durchgestrichenen Träumen und Zielen Augen haben, nur weil ich immer Fenster geputzt habe.

 

Noch einen schönen 2. Adventsabend und liebe Grüße

Petra

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