Veränderung im Leben

Neubeginn

Veränderungen. Von alles Seiten trifft es auf dich ein, verändere dein Leben! Kein Magazin und keine Zeitung ohne Tipps zur Veränderung, in Büchereien erschlagen dich hunderte von Titel. Beginne neu, erfinde dich neu, raus aus dem Hamsterrad, mache mehr aus dir. Im Netz wirst du überschüttet mit Angeboten wie: 5, 10, 20 einfache Tipps wie du einfach an dein Ziel kommst.

 

Ich habe wirklich viel davon gelesen, mal mit weniger Begeisterung und vieles, wo ich sage, hey das klingt ja richtig gut. So kann es ganz leicht funktionieren. Irgendwie bin ich aber nie recht weit gekommen, habe es einfach wieder einmal nicht durchgezogen. Das nächste was unweigerlich kommt, schlechtes Gewissen :-(

War ja klar, ich habe es wieder nicht geschafft dran zu bleiben. Wie immer eben. Alle anderen können das toll und ich hinke, ganz typisch, hinterher. Also auf zum nächsten Buch, Artikel, Magazin, da finde ich heute bestimmt den ultimativen Megatipp.  Den durchschlagenden Impuls, der mir seid gefühlt 100 Jahren fehlt um genau so zu Leben, wie ich mir das vorstelle. 

 

Weißt du wie es weiter geht? Wie immer :-( Das ganze Spiel geht wieder von vorne los.

 

Magst du Kaffee

So einfach wie es immer klingt ist es leider nicht. Nur lesen alleine bringt halt so gar nichts. Es ist Tatsache, ohne tun hilft dir, genauso wie wir auch, die beste Anleitung nichts. Vom schauen und denken alleine ist noch nie ein Stern vom Himmel gefallen 

 

Es ist wie mit einer Kaffeemaschine, du kannst die Anleitung hundertmal lesen, wenn du die Maschine nicht in Betrieb nimmst kommt niemals Kaffee heraus.

 

Andere Frage!!!

 

Hast du dir mal überlegt, ob du überhaupt Kaffee magst oder trinkst du Kaffee nur weil andere dir sagen, Kaffee, ohne Kaffee geht sowieso nie irgendetwas. Bist du bisher Teetrinkerin? Tja, da musst du dich wohl zackig umgewöhnen, sonst wird das nichts mit ........., was auch immer dein Traum ist. 

 

Weißt du was ich damit meine? Dir werden so viele ultimative Tipps gegeben, so viele Bilder von schönen, freien Leben gezeigt, doch möglicherweise ist es in Wirklichkeit gar nicht das, was du wirklich willst.

 

Sich klar werden (mit Schokolade)

Genau so ist es mit Veränderungen. Du solltest dir erst einmal ganz klar werden, ob du überhaupt eine Veränderung willst oder ob du nur glaubst, dass du dich verändern musst, weil du es von allen Seiten hörst, siehst und liest. 

 

Es helfen dir die besten Tipps nichts, wenn du im Grunde deines Herzen zufrieden bist mit dem, wie du bist, was du bist und was du hast und tust.

 

Wie mit dem schlanker, dünner, schöner, erfolgreicher Wahn. Du bist fit und besteigst jedes Wochenende einen anderen Berg, egal wie hoch. Du hast tolle Haare und eine ganz besondere Ausstrahlung. Du kannst die tollsten Partys organisieren und bist die beste Kuchenbäckerin aller Zeiten und -eigentlich- rundum zufrieden und glücklich. Jeder der dich trifft, geht mit einem verklärten Lächeln auf den Lippen weiter. Du schaffst es immer, so ganz nebenbei, in jedem das beste zum Vorschein zu bringen, jeden zu sagen, du bist wundervoll, so wie du bist.

 

Alle lieben dich und finden dich hinreißend, nur du dich nicht. 

 

Weil? Du liebst (ungesunde) Schokolade und hast deshalb 10 kg zu viel auf der Waage. Tagein, tagaus quälst du dich mit deinem schlechten Gewissen herum, wieder Schokolade gegessen zu haben. Diät nicht durchgehalten, immer noch 5 kg zuviel. 

 

Du machst dir dein Leben extra schwer, nur weil du Schokolade liebst. Du stopfst dir die Schokolade noch nicht mal sinn- und maßlos hinein, aber eben jeden Tag so ein bisschen. Vielleicht könnte es ja sein, dass du die Schokolade nur meinst zu brauchen, eben weil du dir zwar schon gefällst, aber nicht der allgemeinen Norm entsprichst. 

 

Ich gebe es zu, ich muss nicht wirklich abnehmen und bin auch nicht ganz unsportlich, doch manch andere, mit 2, 3 Kleidernummern größer, flitzen mir locker davon. Da nützt mir mein ganzes Schlank sein nichts. Ich kann mich in Zukunft aber locker mit dem Gadanken quälen, ich bin so unsportlich, viel unsportlicher wie alle anderen, ich müsste halt echt, weißt ja, die Norm ruft.  In den Momenten greif ich auch gerne mal zu Schokolade, oder gleich Torte satt.  

 

Fange an und zwar am Anfang

Als erstes solltest du dir ganz klar werden, warum willst du Veränderung. Bist du nicht zufrieden, weil du wirklich nicht zufrieden bist oder hast du unbewusst und von Geburt an mitbekommen:

 

Zufrieden und glücklich sein, so einfach geht das nun wirklich nicht 

 

Wann warst du das letzte mal so richtig glücklich und zufrieden mit dir. Stolz auf deine Leistung und das Ergebnis. Kaum bringst du es zum Ausdruck, kommt irgendwer und fängt zu kritisieren an. Ja aber, so oder so wäre es doch noch viel besser. Ach, ich mache das anders, das kommt immer ganz toll an. In deiner Suppe fehlt noch Salz, der Kuchen ist zu süß, und, und, und..... Du magst aber kein Salz und liebst süße Kucken (wenn schon denn schon). Wie wirst du in Zukunft deine Suppe kochen? 

 

Wenn wir weiter zurückgehen, zum Beispiel zum ersten Besuch deines Heiratskandidaten bei deinen Eltern. Waren sie sofort hell auf begeistert mit deiner Wahl? (Denke daran, Eltern wollen immer nur das beste für ihre Kinder). Hätte es nicht jemand besseren für dich gegeben? So ganz hast du sie nicht zufriedengestellt, vielleicht auch nur einen Elternteil, den anderen nicht. Was nun, wie willst du beiden gerecht werden? Du wirst ja mit dem Mann deiner Träume verheiratet sein, wem willst du es nun recht machen? 

 

Noch weiter zurück zu deiner Ausbildung. Du lernst Friseurin und deine ersten Haarschnitte sind schon ganz gut, nicht so perfekt wie du gerne hättest, aber immerhin. Gleich wirst du mit einem  Auszubildenden verglichen der von Anfang an die schnelleren Haarschnitte gemacht hat. Merkst du etwas? Diesem Chef ging es um die Quantität, nicht um die Qualität, du wirst Ihn nie zufriedenstellen können. Wie wirst du in Zukunft Haare schneiden? Lieber besser oder schneller oder schmeißt du lieber gleich das Handtuch, wird eh nix mit mir. 

 

In der Schule ist es nicht anders. Dem einen Lehrer gefällt deine rege Teilnahme am Unterricht, die andere Lehrerin findet das zu unruhig. Wie sollst du es jetzt in Zukunft machen, dich jede Schulstunde anders geben als du bist? Gar nicht so einfach.

 

Werde dir klar, wo DU Veränderung möchtest

Und wie immer und immer wieder, eine Übung für die du etwas Zeit, Stift und Papier brauchst. Ich weiß, schon wieder aufschreiben, so lästig, ich weiß aber auch, es hilft nichts. Aufschreiben bringt Klarheit.                      

 

1. Notiere dir alles was du ändern möchtest.
Egal ob 2, 3 oder 10 Dinge. Wichtig ist nur, dass du alles aus deinem Kopf bekommst. Das du es, schwarz auf weiß vor dir siehst. 

 

2. Nun schau ob das wirklich deine Wünsche sind.                                                

Wenn du leidenschaftliche Kindergärtnerin bist, deine Kolleginnen gerne magst und ihr ein Superteam seid, warum solltest du eine Stelle als Kindergartenleiterin annehmen, bei der du nichts mehr mit Kindern zu tun hast. Willst du das wirklich?  Werde dir bewusst, ist diese Stelle wirklich die richtige für dich, nur weil du dann ein paar Euro mehr auf dein Konto bekommst.  

                                                                                                   

3. Jetzt streichst du alles was im Moment nicht so eilt.
Streiche alles, bis auf ein, zwei Dinge die dir jetzt wirklich wichtig sind. Mehr auf einmal verändern zu wollen bringt dich nur näher an das Scheitern als an das Schaffen. Bedenke auch deinen Alltag, deine Verpflichtungen und festen Termine. Es bringt dir gar nichts, wenn du dir 4 mal in der Woche 1 Stunde laufen vornimmst, du aber um 6 Uhr morgens außer Haus gehst und erst um 18 Uhr zurück kommst. Meinst du, du kannst das durchziehen?

 

4. Als nächstes nimmst du alles nochmal genau unter die Lupe 

Auf deinem Blatt Papier wird gnadenlos alles gestrichen was nicht zu dir gehört und passt, was du nicht wirklich verändern willst, kannst oder musst. Am Ende sollten nur die Punkte, die du verändern möchtest draufstehen, die dich glücklich und zufrieden machen. 

                                 

5. Lasse alle anderen aus dem Spiel                                                                                  

Du willst Veränderung für dich. Flüchte nicht in Ausreden. Ich würde ja gerne, wenn mein Mann, meine Kinder, meine Kollegen, mein Wohnort und, und, und. Glaube es mir, im außen ändert sich nichts, solange du dich nicht änderst. Auf diese Art lässt du dich nur von anderen bestimmen, machst dich von anderen abhängig.   

 

6. Visualisiere deine Veränderung  

Ich Träume ja recht gerne, Tag ein Tag aus so vor mich hin. In meinen Träumen ist alles so schön bunt hier. Wenn ich aber wirklich etwas will, visualisiere ich. Das ist ein klein wenig anders wie Träumen. Visualisieren ist mehr aktiv dabei sein. Stelle dir vor, du hast schon deine gewünschte Veränderung und wie fühlst du dich. Male und sehe die Vision mit all deinen Sinnen. Welche Farben siehst du auf deinem Bild, wie riecht es, wie fühlt es sich an? Bist du in dem Bild oder bist du Betrachter. Ist das Bild bewegt oder starr, was siehst du noch, was willst du noch verbessern. Lass deiner Phantasie freien Lauf, außer dir sieht es keiner :-) Also auf und los ins Land der tollsten Visionen.

 

Last but not least

Beginne jetzt, es gibt nie einen besseren Zeitpunkt als jetzt.

 

Liebe Grüße und viel Spaß bei der Umsetzung

 

 Petra

 

PS.: Du kommst mit visualisieren noch nicht so gut zurecht und möchtest etwas Unterstützung dabei? Melde dich gerne bei mir. Gemeinsam geht vieles viel leichter. 

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