Kinesiologie genau erklärt

Muskeltest? Ja wie?

In der Kinesiologie spielt der Muskeltest eine große Rolle. Bei der Frage wie geht das denn ganz genau, hörst du oft: "Mithilfe des Muskeltestes kann ich blockierende Erinnerungen und Emotionen ans Tageslicht bringen und in positive Energie verwandeln."

 

Wieso soll das mein Muskel wissen

 

Dr. George Goodheart entdeckte Anfang der 60er Jahre das Zusammenspiel von Muskelfunktion, Meridian-Energie, der Organe und auch den damit verbundenen emotionalen Gemütszuständen. Er verband östliches Heilwissen mit westlicher Forschung.

 

Dr. George Goodheart erkannte, dass alle Belastungen unseres Körper-Geist-Seele-Systems sich in der Muskelfunktion widerspiegeln. Unsere Muskeln geben somit Feedback, wo ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten. 

 

(Das Wort Kinesiologie stammt aus dem Griechischen, "kinesis" - Bewegung und "logos" - Lehre ab.)

 

Wie wird nun getestet

Überwiegend werden die Armmuskeln getestet, durch sanften Druck auf den Unterarm erhalten wir Informationen über unsere unterbewussten Gefühlszustände. Negative Erfahrungen lassen den Arm schwach werden, nachgeben, positive Erlebnisse halten dem Druck auf den Arm stand. Man spricht von Stress oder Belastung wenn der Muskel nach gibt, schwach wird. Ist der Stress gelöst bleibt unser Muskel stark, hält dem Druck stand. 

  

Update

Kinesiologie ist ein bisschen zu vergleichen mit einem Computer. Wir benutzen Programme die wir kennen, bedienen uns ihrer ganz bewusst und selbstverständlich. Nun kommt eine Neuerung, Verbesserung, Erleichterung auf den Markt. Das wollen wir natürlich auch. Wir probieren es aus und stellen fest, es funktioniert nicht. Das Betriebssystem, der unbewusste Hintergrund ist für ein Update nicht mehr tauglich, das Programm muss neu geschrieben werden.

  

Ganz SELBST-VERSTÄNDLICH

Von Geburt an lernen wir immer wieder neues dazu, das hört nicht mit der Schule oder Ausbildung auf. Tagtäglich sammeln wir neue Erfahrungen. Wir fallen hin und schürfen unsere Knie auf, wir verbrennen uns am Feuer, wissen recht schnell was uns schmeckt oder nicht, was wir mögen und was nicht. Alles Dinge die wir ganz bewusst gespeichert haben. Dadurch können wir sie vermeiden, wenn wir wollen.

 

Im verborgenen gespeichert

Was ist aber mit Erlebnissen die uns nicht mehr bewusst sind oder die wir nicht mehr wissen wollen. Das können Ermahnungen von Eltern, Familienmitgliedern oder Lehrern sein, Hänseleien im Kindergarten, Mobbing in der Schule. Auch gesellschaftliche Zwänge, so hast du zu sein, das tut man nicht, das kannst du nicht machen sonst passt du nicht in das System. Es können auch tragische Erinnerungen sein, Unfälle, Todesfälle oder körperliche Übergriffe.  Auch sie sind abgespeichert, in unserem Körper-Geist-Seele-System, im Zellgedächtniss. 

 

Nicht bewusste Grenzen überschreiten

Was sind nun so unbewusste Grenzen?

 

Viele von uns kennen Sätze wie: "Geh weg, das kannst du nicht, andere machen das viel besser. Musst du immer letzter sein, alle anderen machen das viel schneller. Ich habe doch gleich gewusst das deine Idee nichts bringt, immer diese Träumerein. Das kannst du nicht entscheiden. Um zu Wohlstand zu gelangen musst du hart Arbeiten und dich mit deinen Ellenbogen behaupten. Selbst-verwirklichen kannst du dich in der Rente. Selbstbewusste Menschen sind immer Egoisten." Immer wieder hört man solche Sätze, Sätze die uns Grenzen setzten wo keine Grenzen sein müssten.

 

Beispiele:

 

Natürlich liest ein Schulanfänger noch nicht so gut wie ein Schulabgänger. Er ist aber in der Schule um lesen zu lernen, das geht nicht von heute auf morgen. Kritik an der Leistung lässt ihn jedoch nicht schneller besser lesen, eher im Gegenteil, es verunsichert, macht Angst vor noch mehr Kritik und zu guter letzt liest er gar nicht mehr. Er kann es ja nicht und wird es sowieso nie mehr lernen. 

 

Die erste große Liebe hat sich für jemand anderen entschieden. Möglicherweise fallen böse Worte, man ist zutiefst verletzt. Um nicht noch einmal so verletzt zu werden ist es besser in Zukunft nicht mehr so offen zu sein. Vielleicht hat die große Liebe sich ja auch ohne Worte zurückgezogen. Selbstzweifel kommen auf. Was habe ich falsch gemacht, wo war ich nicht gut genug, was habe ich nicht was andere haben. Fragen über Fragen. 

 

Das sind Grenzen die uns nicht bewusst sind, aber in unserem Zellgedächniss gespeichert sind. Stress macht sich in gleichen oder ähnlichen Situationen breit, wir haben das Gefühl nicht mehr so wählen zu können wie wir wollen.

 

Bekannter Satz: "Das nächste mal mach ich es ganz sicher anders". Und doch reagiert man immer und immer wieder genau wie immer.

 

Der sanfte Weg mit Kinesiologie

Um diesen Grenzen auf die Spur zu kommen, wird der Muskeltest eingesetzt.  In einem Gespräch wird vorab geklärt, um welches Thema handelt es sich genau, was ist dein Ziel das du erreichen möchtest, was hindert dich daran es zu verwirklichen. Mit dem Muskeltest wird nun geforscht, wo nahm dieses Verhaltensmuster seinen Anfang, welche emotionale Erinnerung oder Erfahrung lies dich dieses Muster aufrecht erhalten, wann hatte es eine, dich schützende Funktion. 

 

Mit Kinesiologie werden nicht mehr dienliche Muster auf schnelle, jedoch ganz sanfte Art bewusst gemacht. Dadurch entsteht eine neue positive Perspektive. Sobald dein Muskel signalisiert das auf dieser Situation kein Stress mehr ist, hast du die Möglichkeit selbst frei zu wählen, falle ich nochmal hin und schürfe mir die Knie auf oder bewege ich mich in Zukunft so wie es mir gut tut. 

 

Immer DEINE Wahl

Kinesiologie lässt immer dir die Wahl. Wie weit magst und kannst du zum jetzigen Zeitpunkt in die Erinnerung eintauchen. Nur du hast deine Erfahrungen in dir gespeichert und nur du kannst wissen was für dich richtig und gut ist. Kinesiologie unterstütz dich dabei deine Wahl für dich zu treffen.

 

Wähle dein Leben so zu leben wie es für dich richtig und gut ist.

Hast du schon Erfahrungen mit Kinesiologie oder Fragen dazu.

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Kommentare: 1
  • #1

    Monika Richrath (Mittwoch, 05 April 2017 13:12)

    Liebe Petra,

    das ist wunderschön erklärt, wie es mit dem Zellgedächtnis funktioniert! In meinem Bereich, der Klopfakupressur, verwenden viele Coaches die Kinesiologie. Für mich selbst funktioniert der Muskeltest am Arm leider nicht, ich habe aber einen anderen kinesiologischen Test, den ich häufig privat verwende (ich nenne es "mein höheres Selbst befragen"). Wenn ich mich gerade hinstelle und die Augen schließe und eine ja/nein Frage stelle, bewegt sich mein Körper deutlich entweder nach vorne oder hinten. Für mich ist nach vorne die "Nein" und zurück die "Ja"-Antwort. Neulich habe ich das für jemand anderen probiert, da bin ich zur Seite geschwungen, das fand ich sehr interessant ...

    Herzliche Grüße,
    Monika