Ganz einfach ich

So bin ich einfach :-)

Ich bin mir nicht ganz sicher ob es Sinn macht heute noch einen Artikel zu schreiben. Morgen bin ich bestimmt viel inspirierter. Heute ist sowieso irgendwie ein blöder Tag.

 Allerdings treibt mich die Parade von Karin Wess, ganz einfach ich, doch an die Tasten. 

 

Die große Leere im Kopf

Schon macht sich große Leere in meinem Kopf breit, bedenken tauchen auf, mir fällt so gar nichts ein. Ist das angehende Demenz oder sollte ich echt mal Input-pause einlegen. Alle Informationen erst einmal aufarbeiten und dann weitermachen.

 

Hier ein Webinar, da eine Challenge, dort ein toller Blogartikel. Nicht zu vergessen die Anleitungen für easy Umgang mit Technik, sind mir sehr willkommen, bin nämlich ein absoluter Dino was dass betrifft. An Facebook mit seinen ungeahnten Möglichkeiten mag ich gar nicht erst denken. Da wäre von meiner Seite auch noch einiges an Nachholbedarf.

 

Was nehme ich gerade im Augenwinkel wahr? Eine Botschaft auf dem Handy das neben mir liegt, soll ich oder soll ich nicht? Vielleicht ist dass die inspirierende  Idee. Nein jetzt nicht, Dranbleiben am Thema ist doch die Devise.

 

Große Pläne

Eine ganze Menge habe ich mir vorgenommen, ich habe nämlich einige Wochen frei. Alles was die letzten Tage, Wochen, Monate liegengeblieben ist wird sofort und auf der Stelle in Angriff genommen. Das Haus von oben bis unten auf den Kopf gestellt, meinen Dschungel wieder in einen Garten verwandeln, Deko für Weihnachten möglichst zeitnah anbringen, nicht erst wieder am 4. Advent, und und und .................. 

 

Immer locker bleiben oder schlechtes Gewissen

Bester Laune springe ich aus dem Bett, etwas zu spät, finde ich, aber egal, ist erst halb acht Uhr, da kann ich heute schon noch einiges schaffen, der Tag ist ja noch lang.

 

Als erstes nehme ich mir richtig viel Zeit für meinen Guten Morgen Kaffee, dass gehört sich so am ersten Urlaubstag. Für meinen Hund nehme ich mir auch viel mehr Zeit und wir gehen extra lange. Frischluft tanken, Gedanken schwirren lassen, Pläne machen. Alles gut, alles toll. Weil ich den ersten freien Tag doch ein bisschen feiern will, gibt es heute ein zweites Frühstück und dann wird richtig losgelegt.

 

Komischerweise hat sich im lauf des Vormittags die erste Euphorie, gleich am ersten freien Tag so richtig tschaka loszulegen, verflüchtigt. Nein, ganz so kann man es nicht nennen, ich fühle mich eher wie ein Opfer des Überangebotes. Wo fange ich zuerst an. Am besten ich mache mal einen Plan. Komisch, wie schnell die Zeit beim Pläne machen vergehen kann.

 

Macht nix, ein entspannter Tag muss schon drin sein, ich habe ja noch ein paar Wochen Zeit.

 

Am Abend die ersten Anzeichen von schlechtem Gewissen. Wirklich produktiv war der Tag nicht gerade. Ich vertröste mich selbst, morgen ist ja auch noch ein Tag, hab dich nicht so. Schon ploppt noch mehr schlechtes Gewissen hoch, ich habe doch irgendwann mal gelesen: "Lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter". Ehrlich gesagt habe ich mir den so nicht vorgestellt.

 

Um den Tag noch etwas zu retten mache ich mir einen schönen Abend und gehe früh ins Bett um für morgen richtig fit zu sein. Morgen starte ich wirklich durch, nichts und niemand kann mich davon abhalten ins tun zu kommen. 

 

Der nächste Morgen

Wieder springe ich bester Laune und voller Tatendrang aus dem Bett. Das übliche Morgenprogramm, Kaffee, Hunderunde.

 

Ah, da war doch noch was, wollte ich in meinem Urlaub nicht wieder mal ins Sportstudio gehen? Das tut gut und sollte in meinem neuen Zeitplan schon mit drin sein. Mal schauen was auf dem aktuellen Programm steht. Blöde, die Stunde beginnt jetzt immer schon um 9 Uhr, kann ich nicht mehr schaffen, ich stecke noch in meinen Gummistiefeln. Egal, ab morgen dann, ich habe jetzt ja richtig viel Zeit.

 

Außerdem habe ich in 1,5 Stunden einen Beratungstermin, da wollte ich vorher sowieso noch das ein oder andere erledigen.

 

Das Gespräch war richtig gut, Ideen wurden ausgetauscht, mit gegenseitiger Motivation nicht gespart, deswegen hat es ein bisschen länger gedauert als vorgesehen. Macht nichts, ich habe ja noch genügend Zeit, der Tag ist noch lang.

 

Jetzt werde ich aber wirklich mit der Umsetzung meiner Vorhaben beginnen. Das Telefon klingelt. Oh wie nett, eine liebe Bekannte ruft an. Neuigkeiten werden ausgetauscht. Hat etwas länger gedauert, wir haben so lange nicht mehr miteinander gesprochen.

 

Irgendwie wird mein Hund schon wieder unruhig, ich glaube er muss raus. Garten reicht nicht, dass ist ihm langweilig. Wieder rein in die Stiefel und Abmarsch, muss ja nicht so lange sein, ich mag echt loslegen mit meiner Aufräumaktion.

 

Heute ist aber so ein schöner Tag, ich glaube ich gehe doch lieber die große Runde. Fast wieder zuhause kommt mir meine Freundin mit ihrem Hund entgegen. "Oh schade, du bist schon auf dem Heimweg?" "Ja, ich bin schon auf dem Heimweg, aber ein kleines Stück gehe ich noch mit". Das kleine Stück war nochmal die große Runde, die dauert ja nur eine Stunde :-). Macht nix, ihr wisst ja schon, ich habe viel Zeit, Urlaub.

 

Schon halb vier und noch nichts gegessen

Wieder zuhause überwältig mich mächtiger Hunger, was zum essen muss her und zwar zügig. Brot alle, im Kühlschrank gähnende leere. Hilft nix, rein ins Auto, einkaufen fahren.

Doof ist nur, mit leerem Magen einkaufen dauert ewig. Ich kann mich nicht mehr entscheiden, was möchte ich jetzt am liebsten und was geht am schnellsten. Das hatte ich letzte Woche schon, das dauert zu lange, jeden Tag Nudeln mag ich auch nicht, Reis macht ich jetzt gar nicht an. Launemäßig bin ich nicht mehr auf dem aufsteigenden Ast, was alles noch schlimmer macht. Die Rettung ist erst einmal ein süßes Teilchen vom Bäcker, dann geht doch alles gleich viel leichter.

 

Die Dunkelheit kommt schneller wie gedacht

Daheim werden die Einkäufe vorläufig irgendwo in der Küche abgestellt, ich mag wirklich noch ein bisschen im Garten arbeiten, viel Zeit habe ich sowieso nicht mehr, in einer Stunde wird es um diese Jahreszeit dunkel. Seltsamerweise wird es heute früher dunkel, ein Blick auf die Uhr verschafft mir Klarheit. Mein Zeitgefühl hat mich wieder einmal im Stich gelassen.

 

Egal, dann fange ich mal kochen an, aber erst trinke ich noch einen Kaffee. Nein, dass darf doch nicht wahr sein, denn habe ich beim Einkaufen vergessen. Also noch mal los. 

 

Genervt und das letzte was ich gebrauchen kann

Mittlerweile bin ich schon ziemlich genervt. Ich ärgere ich mich über mich selbst, toll finde ich den Tag schon lange nicht mehr. Ich sehe nur noch die Dinge die ich nicht geschafft habe, die tollen Sachen verschwinden in meinen Kopf wie im Nebel.

 

Das letzte was ich dann noch gebrauchen kann ist ein Anruf von jemanden der mir freudig mitteilt was er heute alles geschafft hat. "Mein Gott, was war ich heute fleißig, ich erzähle dir mal wie enorm viel ich heute geschafft habe". Grrrrrrrr

 

Kurz bevor ich zu schreien anfange, beende ich lieber das Gespräch.

 

Immer locker bleiben

Petra, beruhige dich, morgen ist auch noch ein Tag.

 

Ich mache mir einen schönen Abend, checke in aller Ruhe meine Emails, die Infos der Challenge will ich auch noch umsetzten und für ein Webinar bin auch angemeldet. Später kann ich früh ins Bett gehen, damit ich morgen fit und ausgeruht bin, für mein Programm. Voller Energie und Tatendrang ziehe ich´s durch, ohne wenn und aber. 

 

Ach nein, was lese ich gerade in Facebook, was ist dass den für eine tolle Parade, da könnte ich doch auch einen Artikel dafür schreiben :-) Alles andere kann ich morgen oder übermorgen erledigen, ich habe richtig viel Zeit, da kann schon mal was nach hinten rutschen.

 

Mittlerweile kenne ich mich schon ganz gut und ich weiß, ich kann auch anders. Das sind die Tage wo ich nicht zu bremsen bin, wo ich alles auf einmal schaffe, wo sich mein Chaos wie in Luft auflöst.

 

Liebe Grüße 

Petra

 

 

 

Petra, beruhige dich, morgen ist auch noch ein Tag.

 

Ich mache mir einen schönen Abend, checke in aller Ruhe meine Emails, die Infos der Challenge will ich auch noch umsetzten und für ein Webinar bin auch angemeldet. Später kann ich früh ins Bett gehen, damit ich morgen fit und ausgeruht bin, für mein Programm. Voller Energie und Tatendrang ziehe ich´s durch, ohne wenn und aber. 

 

Ach nein, was lese ich gerade in Facebook, was ist dass den für eine tolle Parade, da könnte ich doch auch einen Artikel dafür schreiben :-) Alles andere kann ich morgen oder übermorgen erledigen, ich habe richtig viel Zeit, da kann schon mal was nach hinten rutschen.

 

Mittlerweile kenne ich mich schon ganz gut und ich weiß, ich kann auch anders. Das sind die Tage wo ich nicht zu bremsen bin, wo ich alles auf einmal schaffe, wo sich mein Chaos wie in Luft auflöst.

 

Liebe Grüße 

Petra

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Daniela (Montag, 05 Dezember 2016 19:20)

    Petra,
    schöner Einblick! Habe mich selbst direkt wiedererkannt!
    Bleib so wie Du bist, denn das macht Dich aus:)
    Viel Erfolg mit deinen Projekten!

  • #2

    Petra (Dienstag, 06 Dezember 2016 11:35)

    Hallo Daniela,

    es freut mich, dass ich dich mit meinem Artikel angesprochen habe. Es tut gut zu merken, ich bin ganz alleine mit meiner Art. Auch für dein Projekt, Achtsamkeitskurs, wünsche ich dir viel Erfolg. Achtsam sein, mit sich selbst, ist gerade in unserer Zeit ein ganz wichtiger Aspekt.

    Liebe Grüße
    Petra