Sich einfach gutes erlauben

Gutes erlauben

Mache ich doch schon

 

Sich selber gutes tun, mach ich doch schon die ganze Zeit. Was soll ich denn noch alles für mich machen, mein Gott, mein Tag ist doch schon voll verplant.

 

Du gehst regelmäßig ins Fitnessstudio, in die Sauna, du bin mindestens einmal am Tag an der frischen Luft. Einmal im Monat gehst du shoppen, gönnst dir etwas schönes zum Anziehen oder ganz besondere Kosmetik und deinen Stammtisch lässt du nie ausfallen. Jede freie Minute widmest du deinem Hoppy.

 

Ich finde, da bist du schon auf einem ganz guten Weg. Was gibt es schöneres als sich selbst verwöhnen, Dinge tun die einem richtig viel Spaß machen.

 

Mit sich selbst gutes tun meine ich allerdings auch, sein Herz und seine Seele berühren lassen von den Dingen die man gerne macht. Wann hast du das letzte mal so richtig viel Glück, Sonne, Licht und Liebe in dir gespürt, mal abgesehen davon das du dich ganz bewusst verwöhnt hast. Einfach nur mal so, ohne große Ereignisse.

 

Weißt du was ich meine?

Aus dir sprüht Freude, Herzenswärme und, ach einfach alles. Du fühlst dich mit dem, was du für dich machst, rundum glücklich und zufrieden. Du fühlst dich von innen heraus leuchten wie der schönste Christbaum auf Erden. Du fällst am Abend mit einem lächeln ins Bett und dein letzter Satz vor dem einschlafen ist:

 

"Wow, was für ein toller Tag :-)"

 

Kennst du?

Ich schon, fühlt sich mächtig gut an, aber........

 

Wenn da bloß nicht wäre :-(

Die lieben Dinge, die gar nicht so gerne erledigt werden, Aufgaben die du immer wieder übernimmst obwohl sie dir wiedersteben. Du sagst zu allem ja und bist immer und jederzeit für alle da und du weißt genau, ein nein wäre richtiger gewesen. Nicht zu vergessen, die Kleinigkeiten des Alltags, auch nicht immer die ultimativen Lieblingsbeschäftigungen.

 

Möglicherweise stehen sogar größere Vorhaben auf deinem Plan. Du bist schon jahrelang an einem Arbeitsplatz, der dir gar nicht gut tut, doch dein Phlegma hält dich davon ab dir etwas anderes zu suchen. Ein Wohnungswechsel schwebt dir schon länger vor und du kannst dich nicht so recht entscheiden, größer, kleiner, Land oder Stadt.

 

Du zögerst, wie so oft, denn im Grunde genommen, ist ja "eigentlich" alles gut. 

 

Das Gute und dein Rucksack

Du nimmst dir Zeit und noch mehr Zeit für Gutes und die unangenehmen Dinge packst du dir in einen Rucksack der immer und immer schwerer wird. Ein richtig blöder Teufelskreis in den du so hineingeraten kannst. Komisch, denkst du dir vielleicht, für die guten Dinge im Leben ist endlos Energie da und für die nicht so prickelnden Aufgaben hat sich die Motivation und Energie wie in Luft aufgelöst. Du verschließt die unangenehmen Aufgaben hinter der nächstbesten Tür und wendest dich wieder den schönen Seiten des Lebens zu.

 

Ob das die Lösung ist? 

 

Da bist du nicht alleine

Mein Rucksack fühlt sich auch nicht so an als wäre er nur mit Tülltüchern und Daunen gefüllt. Manchmal kommt es mir so vor als trage ich ein endlos produzierendes Kieswerk mit mir herum. Das sind die Aufgaben, die ich gerne mal schiebe und schiebe und schiebe. Das gefällt mir gar nicht, leider erledigt das aber niemand für mich, auch wenn ich manchmal gerne Prinzessin wäre.

 

Hilft nix, vom wegschauen wird es nicht weniger.

Da kann ich mir noch so viel gutes gönnen, die unangenehmen Aufgaben, werden davon nicht weniger. Da hilft nur eins, loslegen. Energie gewinnen durch tun. Nicht den damit verbundenen Aufwand vor sich sehen, sonder das Ergebnis. Durch das Anpacken richtig in Fahrt kommen und dadurch vielleicht noch mehr schaffen als geplant. Fühlt sich richtig gut an. Sich freuen am Ergebnis, alles ist viel leichter und freier. 

 

Balance finden

Was nützt dir der tollste Wintermantel, wenn dich dein voll bepackter Rucksack ganz klein macht. Was nützt dir die tollste Auszeit, wenn du mit deinen Gedanken bei noch, "dringend zu erledigen" hängst.

 

Was bringt es dir, immer alles perfekt erledigt zu haben, ja nichts mal liegen lassen (außer dich selbst). Du nimmst dir fest vor, wenn du alles bis aufs letzte erledigst hast, ja dann, dann machst du Urlaub, Wellness, gehst deinem Hobby nach, widmest dich den schönen Dingen des Lebens.

 

Kannst du mir sagen wann dieses wann ist?

 

Zwei Seiten sich selbst gutes zu erlauben.

Auch wenn du lieber schreiend davonlaufen möchtest, nimm die unangenehmen in Angriff. Mit einem leichten Rucksack läuft es sich leichter.

 

Auch wenn du lieber, vor dem Vergnügen, alles mögliche erledigt haben möchtest, schmeiß deinen Perfektionismus einfach mal in die Tonne und ab in die Wellness-Therme. 

 

Jede Medaille hat zwei Seiten, genauso wie unsere Tagesaufgaben, das eine lieben wir, das andere hassen wir. Es wird aber nichts besser, wenn du dir immer nur eine Seite vornimmst. 

 

 

Liebe Grüße und bis bald

Petra 

 

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